"Wer zur Sauna laufen kann, darf sie auch benutzen"
Sagen die Finnen
Ganz so einfach wollen wir es uns nicht machen.
Doch grundsätzlich ist zu bemerken, daß die Belastung für Herz und
Kreislauf in der Trockensauna bei weitem nicht so groß ist, wie der
Saunaneuling zunächst denkt. Die Pulsfrequenz steigt nur unwesentlich
an, im Vergleich zum Ruhepuls. Selbst Infarktpatienten dürfen heute
mit dem Einverstndnis ihrer Ärzte wieder in die Sauna. Ganz pauschal
kann man sagen, ein Wannenbad belastet Herz und Kreislauf sicher mehr.
Bitte fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie nicht sicher sind.
Auszug aus dem Buch "SAUNA Planung-Ausführung-Zubehör"
von Manfred Höckert
Die Sauna deckt ein echtes Bedürfnis der Menschen unserer Zeit. Sie bietet
körperliche und seelische Entspannung des ganzen Menschen. Sie schafft
einen Ausgleich zu den nachteiligen Lebensformen. Die Sauna wird von den
meisten Besuchern mit dem Ziel aufgesucht, in ihr ein Mittel zur Stärkung
des Gesundheitszustandes zu finden, um den Körper gegenüber äußeren Einflüssen
widerstandsfähig zu machen.
Die fortschreitende Technisierung und Mechanisierung haben zahlreiche
Lebenserleichterungen zur Folge, so daß uns viele Reize der Umwelt in
ihrem mannigfaltigen Wechsel, denen die Menschen früher ausgesetzt waren,
seltener treffen, ja, oft fehlen. Der Organismus wird nicht mehr gezwungen,
sich immer wieder an äußere Verhältnisse anzupassen, seine Reaktionsbereitschaft
läßt nach und versagt gegenüber größeren Anforderungen. Einem Überfluß
an optischen und akustischen Reizen, unzweckmäßiger Kleidung sowie Stresssituationen
stehen unzureichende thermische Reize und mangelnde Bewegung gegenüber.
Eine große Bedeutung, die Hautfunktion und Abwehrbereitschaft zu erhalten,
kommt der Abhärtung zu. Unter Abhärten versteht man im allgemeinen das
Gewöhnen an äußere Einwirkungen verschiedener Art im engeren Sinne an
Übergänge von der wärmeren zur kühleren Umgebung. Häufig wird jedoch das
Zurückdrängen von Erkältungen durch eine bewußte unvernünftige Lebensweise
als Abhärtung bezeichnet. Neben anderen Formen der Abhärtung (Luftbad,
Solarium, Wasseranwendungen) ist die Sauna die prädestinierte Form, den
Organismus zu trainieren und abzuhärten. Durch die vielen thermischen
Reize im Wechsel wird in der Sauna die Wärmeregulation ausgiebig angeregt,
wir härten uns ab. Der Körper wird wohltuend erwärmt, und nach der Kaltanwendung
bildet sich eine aktive Hypermie (verstärkte Durchblutung) aus.
Durch die Statistik wurde bewiesen, daß Menschen, die durch ein regelmiges
Saunabad je Woche ihre Reaktionsbereitschaft wesentlich verbessern, von
Infektionen wie Schnupfen, Halsentzündung u. a. verschont bleiben; sogar
in Zeiten epidemischer Grippe werden sie kaum ernsthaft betroffen. Hier
gilt die Faustregel: Verhindert man Erkältungskrankheiten, so schränkt
man Herz- und Kreislauferkrankungen ein. Denn auch leichte Krankheiten
bergen die Gefahr einer Komplikation - oder bei häufigem Auftreten - von
Dauerschäden in sich. Wie leicht entwickeln sich aus leichten Infektionen
chronische Katarrhe. Herz und Kreislauf werden durch häufig wiederkehrende
und oft nicht ausgeheilte Infekte besonders belastet. Dem Herzinfarkt
gehen oft über längere Zeit scheinbar nicht beachtenswerte Mißempfindungen
in der Herzgegend voraus.
Aus folgenden Motivationen gehen wir in die Sauna:
| Entspannung und Erholung |
68% |
(männl. 67%, weibl. 70%) |
| Abhärtung |
57% |
(männl. 57%, weibl. 57%) |
| Leistungssteigerung fit sein |
46 % |
(männl. 49 %, weibl. 42 %) |
| Körperreinigung |
26% |
(männl. 27% ,weibl. 25%) |
Ein Mittel gegen Reizüberflutung - Saunabaden dient der Gesundheit.
Viele gute Gründe für ein Saunabad!